- Schwule Männer sind ehrlich, was ihre Gefühle angeht.
- Sie lassen sich Zeit, bevor sie mit einer offenen Beziehung anfangen
- Sie treffen Vereinbarungen: Sex nur als Dreier, mit Unbekannten usw.
- Wenn es zu einem Bruch einer Vereinbarung kommt, muss es nicht unbedingt zu einem Ende der Beziehung führen.
- Treue wird nicht über Sexualität definiert, sondern zu wissen, zu wem man gehört.
Ein wichtiger Punkt wird aber am Rande erwähnt: Auch offene Beziehungen können Risiken haben, zum Beispiel kann sich einer der Partner in einen anderen verlieben.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass der Wunsch nach einer offenen Beziehung nur von einem Partner ausgeht, wie es auch bei mir war. Wie soll man damit umgehen? Mein Ehemann machte das sehr einfühlsam, denn er lässt mir erstens nie Zweifel daran, dass ich an erster Stelle stehe und meinetwegen auch für
Aber woher kommt es nun, dass für schwule Männer offenen Beziehungen eher die Regel sind? Wenn ich mich frage, gibt ich für mich zwei Gründe:
- Das traditionelle monogame Familienmodell Mann-Frau-Kind war für schwule Männer niemals ein Vorbild. Jedes Bild des Schwulen, das mir die Gesellschaft angeboten hat, war gleich fragwürdig: Das Begann mit dem „unverheirateten Onkel“ der 50er Jahre, der sich für kleine Jungs interessiert, oder die Travestietunte der 60er und 70er Jahre, während seit Mitte der 80er Jahre der siechende AIDS-Kranke die Presse beherrscht. Für mich war immer klar, das ich meine eigenes Beziehungsmodell finden muss.
- Promiskuität gilt jeden Mann, sei er hetero- oder homosexuell, als Zeichen der Männlichkeit. Wieso sollte mich das nicht geprägt haben?
Interessanterweise sorgen dieselben Werte dafür, dass ich an nicht frei von Eifersucht und Verlustängsten bin. Aber darüber schreibe ich ein anderem Posting.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen